Wir wollen an dieser Stelle noch ein paar Fakten ergänzen, die aufgrund des Umfangs sonst sicher den Rahmen des Artikels gesprengt hätten:

Die Behelfsbrücke über den Maßholderbach, die für die Landwirte einen Zugang zu ihren Ländereien und Tieren bietet, ist eine von der zuständigen Behörde zeitlich befristete Lösung. Den Bau einer neuen Brücke in das Jahr 2024 zu verlegen wäre möglich, solange die Genehmigung der Behelfsbrücke durch die Behörden nicht vorher aufgehoben wird. Die defekte Brücke über die Hasel ist aktuell für Fußgänger und Radfahrer passierbar, dennoch ist die Frage, wie lange das noch möglich sein wird. Um handlungsfähig zu bleiben, ist es daher unerlässlich einen Ansatz im Haushalt zu bilden.

Viele Argumente, pro wie contra, müssen dabei berücksichtigt werden. Daher wurde sowohl im Haupt- und Finanzausschuss wie auch im Bau- und Planungsausschuss einstimmig, also auch mit den Stimmen der CDU-Ausschuss Mitglieder, ein Sperrvermerk beschlossen:

  • Ein längerer Weg für unsere Landwirte mit ihren Gerätschaften – natürlich kann man bei ca. 900 m nicht von einem enormen Umweg sprechen – aber dennoch ist es einer.
  • Die Brücke über die Hasel ist und bleibt defekt. Sie muss in irgendeiner Art und Weise repariert werden, da ungewiss ist, wie lange sie noch von Radfahrern und Fußgängern passiert werden darf. Der Radweg wäre damit von Hornel bis nach Weißenhasel nicht passierbar. Einzige Ausweichstrecke bietet hier nur die L 3249.
  • Unsere Kollegen der CDU-Fraktion stufen die Abbiegung nach Mönchhosbach von der L 3249 als gefährlich ein. Sie schlagen daher die Prüfung einer Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Bereich vor, um so Verkehrsteilnehmer vor Unfällen zu schützen. Ob sich die Unfallgefahr verringert, sobald die Landwirte mit ihren Tieren und Arbeitsgeräten ebenfalls regelmäßig passieren, bleibt abzuwarten.
  • Der Übergang des Radwegs zwischen Hornel und Weißenhasel verläuft auf Höhe der Behelfsbrücke sowie der benachbarten Radwegbrücke über den Maßholderbach. Hier würden also alle Verkehrsteilnehmer aufeinander treffen.
  • Der Radweg wird zu jeder Jahreszeit stark genutzt. Die Teilung, die die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gewährleisten sollte, wäre somit aufgehoben.
  • Der Radweg ist auch als solcher ausgebaut und nicht für schwerere Transportmittel vorgesehen. Es bleibt demnach abzuwarten, ob in der Zukunft ggf. anstehende Reparaturkosten unsere Haushaltsmittel nicht ebenfalls stark belasten werden.

Die Mitglieder der Gemeindevertretung bewegen diese Argumente und sie werden intensiv diskutiert. Beide Fraktionen sind sich einig, dass nicht mehr Geld ausgegeben werden darf, als nötig. Daher wurde auch der Sperrvermerk initiiert, um alle vorliegenden Berechnungen zu vergleichen und am Ende die bestmögliche Kosten-Nutzen-Variante wählen zu können.

Die rechtlichen Vorgaben in vielen Bereichen, wie beispielsweise dem Brückenbau, steigen immer weiter. Im Vergleich hierzu lässt die finanzielle Unterstützung durch Land und Bund zu wünschen übrig. Ohne diese weitere Einnahmequelle bleibt unserer Kommune kein großer Spielraum, als weitere finanzielle Mittel in Eigenleistung aufzunehmen. Daher ist es von enormer Wichtig- und Dringlichkeit, dass wir entsprechende finanzielle Unterstützungen erhalten.

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: Der von der CDU-Fraktion geforderte Sperrvermerk für die Investitionskosten von 170.000 EUR für den Radweg nach Sontra ist schwer umsetzbar. Die Gemeinde Nentershausen ist vertraglich an diese Zahlung gebunden. Der Radweg ist gebaut und in der Vergangenheit wurde bereits eine Abschlagszahlung in Höhe von 92.000 EUR getätigt. Die endgültige Abrechnung kann erst jetzt erfolgen, da der Verwendungsnachweis nun vorliegt.

Quelle: Rotenburg-Bebraer Allgemeine, S.3, 27.01.2023

12. Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Nentershausen am 25. Januar 2023

Am gestrigen Mittwoch, dem 25. Januar 2023 hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Nentershausen zur ersten Sitzung im neuen Jahr eingeladen.

Wir durften hierzu auch viele Gäste begrüßen, was uns sehr gefreut hat.

Die wichtigsten Daten und Fakten hier für euch im Überblick:

 

TOP 5: Vorstellung der Möglichkeit zur Erstellung eines Flächenplanes für Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Flächen

Die Präsentation erfolgte durch Herrn Dipl.-Ing. Heinrich Wacker von der Bürogemeinschaft für Landschaftsplanung und Gewässerrenaturierung.

  • auf unsere Kommune runtergerechnet, verbrauchen wir durchschnittlich pro Kopf 20.000 kWh/Jahr
  • mit einer Photovoltaikanlage auf 58 ha könnten wir uns autark mit Strom versorgen
  • Anfertigung von einer speziellen Karte notwendig – -hier müssen viele Dinge bedacht werden, u.a.
      • welche Flächen unter den rechtlichen Gegebenheiten überhaupt genutzt werden können –> Vorrangflächen z.B. sind von vornherein ausgeschlossen
      • Überprüfung, ob diese Flächen auch wirklich für Photovoltaikanlagen nutzbar sind, bzgl. Lage, etc.
      • Prüfung, ob diese Flurstücke mit der notwendigen Anlagengröße bebaubar sind

Die Gemeindevertretung hat einer Kostenberechnung inkl. Auftragsvergabe des Gemeinschaftsbüros von ca. 10.710 EUR einstimmig zugestimmt. Diese Gelder sollen von der Investitionspauschale vom Land Hessen, welches uns in Höhe von 46.000 EUR zur Verfügung steht, verwendet werden.

 

TOP 7: Haushaltsplan und -satzung für das Haushaltsjahr 2023 nebst Anlagen

Aus dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Bau- und Planungsausschuss (gemeinsame öffentliche Sitzung am 17.01.2023) berichten die Vorsitzenden, dass zwei Sperrvermerke im Haushalt empfohlen werden. Diese wurde im jeweiligen Ausschuss einstimmig beschlossen.

Anna-Lena Noll, Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, berichtet über die Empfehlung des Sperrvermerks – Feldwegbrücke Weißenhasel:

Hier sollen vor Vergabe und Beauftragung einer neuen Feldwegbrücke mögliche kostengünstigere Varianten geprüft werden. Eine Vergabe soll erst dann durch die Gemeindevertretung erfolgen.

Wir möchten gewährleisten, dass alle Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, betrachtet werden und somit die Variante wählen, die den größten Kosten-Nutzen-Faktor abbildet.

Stefan Sauer, Vorsitzender Bau- und Planungsausschuss, berichtet über die Empfehlung des Sperrvermerks – Jugendhilfe Allgemein:

Vor einer Entscheidung zum Beitritt zu der kirchlich getragenen evangelischen Jugendarbeit soll in einer Sitzung seitens der Kirche die Konzeption erörtert und ggf. angepasst werden.

Für uns ist die Jugendarbeit ein wichtiger Teil unser politischen Arbeit. Die Jugend ist die Zukunft unserer Gemeinde und muss daher unterstützt und gefördert werden. Hierzu sollen zukünftig intensive Gespräche mit der Kirche geführt werden. Wir möchten aber an dieser Stelle auch die Jugendlichen unserer Gemeinde dazu auffordern, uns bei unserer Entscheidungsfindung zu unterstützen Wer könnte uns in diesem Thema besser beraten als ihr?

Scheut euch also nicht mitzumachen und uns anzusprechen.

Wir freuen uns auf Euch!

 

Nach reger Diskussion wurde der Haushaltsplan und -satzung 2023 mit 10 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen verabschiedet.

Für uns steht fest, dass der Weg in die Zukunft nur der sein kann, dass wir weiterhin Stück für Stück daran arbeiten, unsere Gemeinde lieben- und lebenswert zu gestalten. Hier fordern wir verstärkt Land und Bund auf, uns in finanziellen und nicht nur rechtlichen Aspekten zu unterstützen.

Sparmaßnahmen zu vergrößern, um zu stagnieren oder sich sogar rückwärts zu entwickeln, darf nicht das Ziel sein!

 

 

Neujahrstreffen 2023

Wir freuen uns über ein gelungenes Neujahrstreffen am 14. Januar 2023.

Als Gäste durften wir den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph, unseren Landrat Torsten Warnecke, unsere Landtagsabgeordnete Karina Fissmann, Genossinnen und Genossen befreundeter Ortsvereine und viele Mitglieder und Freunde des Ortsvereins begrüßen.

Weitere Impressionen und Fotos findet ihr in der Fotogalerie.

Sehr schön umrahmt wurde unsere Veranstaltung von den ‚Weißenhasler Musikanten‘!

Vorsitzender Karlheinz Bornschier